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11. Juli 2018

FP-Teufel: Bundesforste bagatellisieren Problem im Schadholzlager Großweißenbach

Zehntausende Festmeter gelagertes Käferholz führt zu massiven Schäden der benachbarten Wälder

„Die von den Österreichischen Bundesforsten kommunizierten Mindestabstände bei der Käferholzlagerung sind zwar schön und gut, aber es ist ein entscheidender Unterschied, ob nur wenige hundert oder mehrere zehntausend Festmeter Schadholz gelagert werden. Die derzeit abgelegte Menge von mindestens 20.000 Festmetern ist allerdings problematisch und verursacht massive Schäden in benachbarten Wäldern“, ärgert sich FPÖ-LAbg. Mag. Reinhard Teufel über das fehlende Problembewusstsein und das unverantwortliche Vorgehen der Bundesforste.

Gutachter und Fachleute bestätigen, dass sich zwar nur fünf Prozent der Schädlinge weiter als 500 Meter von ihrem Standort entfernen, allerdings sind fünf Prozent eine sehr hohe Anzahl auf diese Schadholzmenge. Teufel: „Die Maßnahmen der Bundesforste zur Bekämpfung der Ausbreitung des Borkenkäfers sind ungenügend. Die Käferfallen in Lagernähe dienen lediglich dem Monitoring, um festzustellen, wie stark der Befall ist - und nicht der Bekämpfung. Dafür müssten Insektizidnetze auf dem gelagerten Schadholz ausgelegt werden, was die Bundesforste nachlässig verabsäumt haben!“

Im Österreichischen Bundesforstegesetz heißt es wörtlich: „Waldboden ist nachhaltig zu bewirtschaften; seine Produktionskraft ist zu erhalten und nach Möglichkeit zu verbessern“ sowie „die Interessen der Landwirtschaft [...] sind zu berücksichtigen“. „Das Vorgehen der Bundesforste steht dazu eindeutig im Widerspruch. Von Nachhaltigkeit kann in Großweißenbach keine Rede sein und die Interessen der benachbarten Waldbauern werden hier mit Füßen getreten“, so Teufel.


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