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09. August 2014

FP-Waldhäusl: Jagdverbot für Sonntagsjäger und Pseudo-Waidmänner

Ökologisches Gleichgewicht in Wald und Flur gefährdet – FP-NÖ fordert Eigenjagd für Landwirte

„Sonntagsjägern und Pseudo-Waidmännern müsste die Jagd verboten werden“, so der freiheitliche Klubobmann Gottfried Waldhäusl zur immer wiederkehrenden Diskussion rund um Hobbyjäger, die diese Art der „Freizeitgestaltung“ für geschäftliche Zwecke missbrauchen würden. Es ginge diesen vorwiegend Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Society wie beispielsweise Konrad, Mensdorff-Pouilly und Co. in erster Linie darum, Kontakte zu pflegen und Geschäfte einzufädeln. „Das oberste Ziel der Jägerschaft, nämlich das ökologische Gleichgewicht in Wald und Flur aufrecht zu erhalten, spielt für sie dabei überhaupt keine Rolle“, so Waldhäusl. Konsequenz dieser ignoranten Vorgehensweise sei eine Überpopulation des Wildes und folglich ein enormer Anstieg an von ihnen verursachten Schäden an land- und forstwirtschaftlichen Kulturen.

Beschwerden bei den zuständigen Bezirkshauptmannschaften würden bis dato auf taube Ohren stoßen. „Man überlässt Bauern und Waldbesitzer einfach ihrem Schicksal. Erschwerend hinzu kommt auch noch, dass sich Schwarzwild nur äußerst schwer jagen lässt“, so Waldhäusl. Die derzeitigen Bestimmungen zur Kirrung von Wildschweinen beispielsweise, die die Jagd erleichtern könnte, seien unklar, ergänzungsbedürftig und würden den aktuellen Ansprüchen in keiner Weise mehr entsprechen.  Darüber hinaus würden Genehmigungen für Wildzuchtbetriebe völlig willkürlich erteilt, Kontrollen dieser de facto überhaupt nicht stattfinden.

Eine Möglichkeit, die Überpopulation des Wildes in den Griff zu bekommen, sieht der freiheitliche Klubobmann unter anderem darin, den Landwirten die Möglichkeit einzuräumen, im Zusammenschluss der Grundeigentümer eine überbetriebliche Bauernjagd im Sinne einer Eigenjagd zu betreiben. „Somit wären die Landwirte Grundstückseigentümer als auch Jäger in Personalunion, Wildschadensforderungen mit Großteils unbefriedigendem Ausgang würden sich damit erübrigen“, ist Waldhäusl überzeugt.

„Für Landeshauptmann Pröll wäre es ein Leichtes gewesen, für eine Entspannung der Lage zu sorgen, er hätte lediglich seine verwandtschaftliche Beziehung zu seinem Neffen, dem Landesjägermeister spielen lassen müssen. Umso bedauerlicher ist es, dass sich die ÖVP einmal mehr fürs tatenlose Zusehen entschieden hat und damit abermals als Bauernverräter der Nation entpuppt“, so Waldhäusl abschließend.  

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