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25. August 2017 | Land- und Forstwirtschaft

FP-Waldhäusl: Borkenkäfer-Invasion vernichtet unsere Wälder – FPÖ fordert Soforthilfe für die bäuerlichen Waldbesitzer

Einheitswert muss umgehend halbiert werden – langfristige Umstellung von Monokulturen auf Mischbestände

„Die heurigen Wetterbedingungen sorgen dafür, dass die Borkenkäferbelastung derzeit in den Wäldern außergewöhnlich stark ausfällt. Die Schäden für viele Waldbesitzer sind enorm“, sagt FPÖ-Klubobmann Gottfried Waldhäusl. „Aus diesem Grund ist eine Soforthilfe für die Betroffenen unumgänglich, der Einheitswert muss um die Hälfte gesenkt werden. Auch langfristig sind Maßnahmen notwendig!“

 

Der Borkenkäfer hatte bereits im Vorjahr großen Schaden angerichtet und über 600.000 Festmeter Schadholz verursacht. Die klimatischen Bedingungen im heurigen Jahr sorgen nunmehr dafür, dass dieser Wert noch deutlich übertroffen werden wird. „Die Preise für Sägeholz sind ohnehin im Keller und nun ist es erstmals Fakt, dass aufgrund der Liefersperren in den Werken so gut wie gar kein Absatz erzielt werden kann. Eine Halbierung des Einheitswertes, der derzeit zwischen 150 und 180 Euro im Waldviertel liegt, für bäuerliche Waldbesitzer ist daher ein Gebot der Stunde“, argumentiert Waldhäusl.

 

„Auch hinsichtlich der Ursachenbekämpfung sind langfristig Initiativen zu setzen. Am meisten betroffen sind ja derzeit Monokulturen wie die Fichte, der Weg soll künftig hin in Richtung Mischkulturen gehen“, benennt Waldhäusl die Lösung. „Dies soll durchaus mit Förderanreizen von Land und Bund unterstützt werden.“

 

„Die Landwirte benötigten sofortige Unterstützung! Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass etwa in meiner Heimatregion Waldviertel ohnehin viele Kleinwaldbesitzer gar keinen Wald mehr haben. Diese wurden häufig durch Stürme, Schneedruck oder Rauhreif schwer geschädigt, den Bauern wird aber trotz dieser ‚leeren Flächen‘ der volle Einheitswert angerechnet“, sieht Waldhäusl Handlungsbedarf, der seine Forderungen auch im Landtag beantragen wird.


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