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28. August 2020

FP-Dorner: Land NÖ muss Agrana-Aus abwenden und Arbeitsplätze sichern!

FPÖ NÖ kritisiert schwarz-roten Zickzackkurs und sieht Köstinger in der Verantwortung

„Es ist die verdammte Pflicht der Politik, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen und im speziellen Fall den im Marchfeld einzigartigen Industriebetrieb Agrana zu erhalten. Schluss mit Runden Tischen und Arbeitskreisen! Es braucht Taten und das sofort“, äußert sich der Gänserndorfer Landtagsabgeordnete Dieter Dorner zur bedrohlichen Situation für die Zuckerrübenfabrik in Leopoldsdorf. Dorner sieht die Schuld ganz klar bei der zuständigen Ministerin Köstinger, die im April 2018 mit dabei war als man in Brüssel das europaweite Verbot von Pflanzenschutzmitteln beschlossen hat. „Mit ihrer Zustimmung hat die österreichische Landwirtschaftsministerin einen effizienten und ertragsstarken Rübenanbau massiv erschwert bis nahezu verunmöglicht. Sich dann auch noch im selben Atemzug in der Bauernzeitung um die Existenz der Rübenbauern sorgen, ist gelinde gesagt eine Frotzelei“, so die Kritik Dorners. Die FPÖ NÖ will die Rettung der Agrana und das Versagen der politischen Verantwortungsträger so rasch als möglich in den Landtag bringen und dort behandelt wissen.

 

Als „besonders skurril und realitätsfremd“ bezeichnet Dorner das Verhalten der SPÖ. „Im November 2018 hat die rote Landtagsfraktion noch gegen die Notfallzulassung für den Einsatz von Neonikotinoiden als Pflanzenschutzmittel gestimmt. Jetzt aber sorgt sich der rote Bürgermeister allen Ernstes um die Existenz der Rübenfabrik. Mehr Doppelmoral und heuchlerisches Verhalten gibt es wohl kaum“, so Dorner. Dabei war die Situation bereits im November 2018 mehr als bedrohlich. In Gänserndorf wurden damals 5780ha Rüben konventionell angebaut, davon mussten 2580ha vernichtet werden, ein Verlust von 44,6 Prozent. Noch katastrophaler war die Situation bei der Bio Rübe. Diese ist auf 510ha angebaut worden, wobei der Verlust 420ha betrug, ein Minus von 82,4 Prozent.  Ähnliche Daten meldeten die Erdäpfelbauern. Diese erlitten effektive Verluste von bis zu 90 Prozent da die Ernte ab einem Drahtwurmbefall von 25 Prozent vom Lebensmittelhandel nicht mehr abgenommen wird.

 

„Ich habe bereits Ende 2018 im Landtag vor einer Existenzbedrohung der Arbeitsplätze bei Agrana gewarnt und leider recht behalten. Hören wollte das damals niemand“, ärgert sich Dorner über die Untätigkeit des Landes Niederösterreich. „Unsere Landsleute wollen Produkte aus der Heimat kaufen, die von niederösterreichischen Bauern erzeugt und in der heimischen Lebensmittelindustrie verarbeitet werden. Niemand braucht Rohrzucker aus Südamerika! Geben wir unseren Bauern also jene Pflanzenschutzmittel wieder in die Hand mit denen sie ordentlich anbauen, ernten und ihre Produkte zur Verarbeitung in der Heimat zur Verfügung stellen können“, sagt Dorner. 


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