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03. September 2021

FP-Handler: Wie fit ist Niederösterreich gegen Cybercrimes?

Anfrage an Landesregierung

Jüngsten Meldungen zur Folge ist die Cyberkriminalität in Österreich enorm im Steigen begriffen. So seien im vergangenen Jahr laut Innenministerium fast 36.000 Fälle gemeldet worden, was ein Plus von 26,3 Prozent bedeute. Davon seien fast 19.000 Anzeigen auf Internetbetrug gefallen, gibt der freiheitliche LAbg. Jürgen Handler aus Niederösterreich zu bedenken.

In einem Kurier-Artikel wurde jüngst darüber berichtet, dass in einem Ort in Nordeuropa die Kanalisation und das Wasserwerk gehackt wurden. Die Angreifer hätten dort die Wasserpumpen umgedreht, worauf bei allen Toiletten das Abwasser retour schoss und es alle Wasserleitungen zerrissen habe. „Wenn das bei uns passiert wäre das Ergebnis wohl ähnlich“, befürchtet Handler, der in einer Anfrage an die Landesregierung wissen will, ob und wie das flächengrößte Bundesland auf derartige Angriffe vorbereitet ist.

„Laut Experten ist die Frage nicht, ob es ein Unternehmen oder eine staatliche Einrichtung trifft, sondern wann“, sagte Handler. Es sei daher aus heutiger Sicht zu befürchten, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre kein Betrieb von einer Cyberattacke verschont bleiben wird. „Daher ist eine Bestandsaufnahme über die Maßnahmen zur Sicherheit vor Cyberkriminalität in Niederösterreich dringend geboten, denn Niederösterreich verfügt über sehr viel kritische Infrastruktur (z. B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen, Wasserversorgungseinrichtungen, Abwasserentsorgung, Bezirkshauptmannschaften, Gemeinden usw.)“, so Handler.

Es wäre daher höchste Zeit sich auf derartige Szenarien vorzubereiten, betonte Handler, der vermutet, dass es in Niederösterreich diesbezüglich großen Aufholbedarf gibt. „Es ist eine Kernaufgabe der Politik kritische Infrastruktur des Landes ausreichend zu schützen. Die FPÖ-Anfrage soll daher einerseits als Bestandsaufnahme zur Cybersicherheit und andererseits als Weckruf dienen“, so Handler.


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