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15. Jänner 2020

FPÖ-Teufel zu Biosprit: Brot auf den Teller, nicht in den Tank

„Brot gehört auf den Teller und nicht in den Tank“, so kommentierte der Freiheitliche Landwirtschaftssprecher LAbg. Ing. Mag. Reinhard Teufel aus Niederösterreich, die Pläne der türkis-grünen Bundesregierung, die Beimischung von Bioethanol (E10) in den Treibstoff zu forcieren. Hauptprofiteur dieses Regierungsvorhabens sei der tiefschwarze Raiffeisenkonzern, der sich über satte Gewinne freuen könne, zeigte Teufel die Klientelpolitik der ÖVP auf, befinde sich der Bioethanolpreis doch derzeit auf einem sehr hohen Niveau.

Derzeit sei es gesetzlich vorgeschrieben, Benzin fünf Prozent Biosprit beizumischen (E5). „Die geplante Verdopplung auf zehn Prozent, die bereits 2012 schon einmal versucht wurde und zum Debakel für den damaligen ÖVP-Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich wurde, soll nun offenbar mit einem schwächeren Koalitionspartner wiederholt werden“, so Teufel.

Damals, erinnerte Teufel, seien viele Autofahrer angesichts der missglückten Einführung des angeblichen "Motorenschrecks" E10 in Deutschland verunsichert, gewesen. Seitdem gebe es eine Debatte über Sinn und Unsinn der Biospritbeimischung. Dies liege auch daran, welche Rohstoffe aus welchen Ländern bei der Produktion verarbeitet würden, denn dadurch verschlechtere sich die Ökobilanz der Biotreibstoffe teils dramatisch, gab Teufel zu bedenken.

Das Argument der Agrana, dass Getreide, das industriell verarbeitet wird, sich nicht für die Herstellung von Mehl eigne, weil der Eiweißgehalt zu niedrig sei, gehe ins Leere, da ja niemand die Bauern daran hindere anderes Getreide anzubauen, so Teufel. „Im Sinne der angestrebten Lebensmittelautarkie für Österreich, ist die Verschwendung von landwirtschaftlichen Flächen für die Treibstoffgewinnung der falsche Weg“, betonte Teufel die Ablehnung der FPÖ zum „Raiffeisengewinnmaximierungsgesetz“.


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