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05. August 2021

FP-Teufel: Milchbauern sind nicht die Melkkühe der Industrie

Streit um Milchpreis dort austragen, wo er verursacht wurde

„Unsere Milchbauern sind nicht die Melkkühe der Industrie“, kommentierte der freiheitliche Landwirtschaftssprecher LAbg. Ing. Mag. Reinhard Teufel aus Niederösterreich den aktuellen Konflikt über den Milchpreis. „Im Spannungsfeld zwischen Bauern, Lebensmittelhandel, Milchverarbeitern und Politik dürfen die Bauern nicht immer die Dummen sein. Es reicht!“, so Teufel.

 

So hätten Milchverarbeiter wie die NÖM mit steigenden Verpackungskosten zu kämpfen, die wiederum an den Lebensmittelhandel weitergegeben werden müssten. Doch die Handelsriesen Spar, Rewe (Billa, Billa Plus, Penny, Adeg) und Hofer, die gemeinsam rund 90 Prozent des Marktes beherrschen, würden sich gegen Preiserhöhungen wehren.

 

„Auf die Milchbauern wird wieder einmal vergessen“, zeigte sich Teufel empört, denn auch diese hätten mit steigenden Erzeugerpreisen zu kämpfen, nachdem etwa der Treibstoff wieder empfindlich teurer geworden sei. „Die rund 2500 Niederösterreichischen Milchbauern können diese Kosten nur über den Rohstoff Milch abdecken. Und der ist sehr schlecht bezahlt. So erhalten die Landwirte für ein Kilogramm Milch nur lächerliche 38 Cent“, zeigte Teufel die Problematik auf.

 

Der Milchpreis sei auch deswegen ein heikles Thema, weil er ein Bestandteil jenes Warenkorbes sei, aus dem Wifo und Regierung die Inflation berechnen würden. Daher müsse man den Streit um den Milchpreis auch dort austragen, wo er verursacht worden sei. Bei der Politik, so Teufel.

 

„Wenn eine Grüne Umwelt- und Verkehrsministerin die Treibstoffpreise hinaufschnalzt und gleichzeitig teure Öko-Verpackungen forciert, dann darf sie sich nicht wundern, wenn die Preise für Endverbraucher steigen“, sieht Teufel die Verantwortung in der Regierung. „Das ist in höchstem Maße unsozial, denn Milch ist ein Grundnahrungsmittel. Eine Preiserhöhung würde somit die sozial schwachen Bevölkerungsschichten am härtesten treffen. Aber das ist den Bobo-Grünen offenbar egal, denn sie schlürfen ihren Fair-Trade-Kaffee Latte ja mit Sojamilch“, zeigte sich Teufel fassungslos ob der Ignoranz des kleinen Regierungspartners.

 

„Ein erster vernünftiger Schritt wäre es, den Sprit für landwirtschaftliche Maschinen wieder zu subventionieren, um die Bauern zu entlasten“, betonte Teufel, der großes Verständnis für die Empörung der Milchbauern hat, die sogar schon über einen Streik nachdenken würden. „Es kann nicht sein, dass alle vom steigenden Milchpreis profitieren und die Bauern im Regen stehen gelassen werden“, so Teufel. 


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